Was bedeutet systemisch?

Der systemische Ansatz ist viel mehr als eine therapeutische Ausrichtung: Einem systemischen Draufblick liegt eine Haltung zugrunde, die Dinge ganzheitlich aus einer Adlerperspektive ressourcenorientiert zu betrachten. Diese Haltung ist in der Lage, sämtliche Lebensbereiche und zwischenmenschlichen Beziehungen positiv zu beeinflussen und fehlerfreundlicher zu beschauen– so kann Bewegung in längst verhärtete Situationen oder Beziehungsstrukturen kommen und Neues entstehen.  Wir sind alle miteinander verbunden und beeinflussen einander: Ähnlich wie bei einem Mobile kann ein Element nicht schwingen, ohne andere mit in Bewegung zu setzen – ob wir wollen oder nicht. Sei es drum, dass es sich um das innere System eines Menschen handelt oder mehrere Personen, die mit einander in Beziehung stehen – ganz egal, ob im Arbeitskontext, in der Familie oder im Bekanntenkreis

Mit einer ressourcenorientierten Haltung in Hinblick auf ein ganzes System anstatt auf Einzelne und die darin verwobenen Subsysteme lassen sich friedvollere Lösungen kreieren. Sie könnten zu mehr Verbundenheit und Klarheit darüber führen, dass wir alle Wesen sind, die sich in erster Linie verbunden und sicher fühlen wollen, und daher einander unterstützen sollten, anstatt uns abzuwerten oder auszugrenzen. Frieden beginnt in uns selbst- sind wir verstehend und akzeptierend mit unseren unterschiedlichen Rollen im Leben im Einklang, spielgelt sich das immer auch im Außen wieder. Diese Spiegel erhalten wir so lange in unterschiedlichsten Szenarien in unserem Leben, bis wir verstehen und erkennen, was wir in uns noch zu heilen haben. Was sich im Inneren eines jeden Einzelnen von uns klärt, zeigt sich immer im außen – Versprochen J!

Die systemische Betrachtungsweise ist demnach etwas, was jeder Mensch in seinem Leben erlernen könnte, um zu mehr Menschlichkeit in der Welt beizutragen – die bekanntlich immer bei einem Selbst beginnt.